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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Edith Stein in Ludwigshafen gehören.

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Radklinik – Winterpause beendet

Bei frühlingshaften Temperaturen ist das Interesse für das Radfahren wieder angestiegen. Wir haben die Winterpause in der Radklinik dazu benutzt, die Werkstatt besser zu organisieren und uns zu überlegen, wie es weitergehen soll.

Die Radklinik hat in den zweieinhalb Jahren ihres Bestehens inzwischen über 150 Räder an Bedürftige abgegeben. Die meisten waren Flüchtlinge aus Syrien (50%), Afghanistan (25%) und dem Iran (8%). Die Abgabe an Deutsche (z. B. Hartz-IV-Empfänger) war relativ selten (3%). Junge Männer waren erwartungsgemäß die Haupt-interessenten (75%), Jugendliche waren mit ca. 10% nur relativ schwach vertreten.

In den letzten Monaten ist der Bedarf an abgabefertigen Rädern bei „unseren“ Flüchtlingen in Oppau, Edigheim und Pfingstweide deutlich gesunken. Vermehrt kommen jetzt allerdings Interessenten aus dem übrigen Ludwigshafen oder Frankenthal. Deren Bereitschaft ist jedoch gering, bei der Aufbereitung von gespendeten Fahrrädern selbst mitzuarbeiten.

Zunehmend besuchen jetzt Flüchtlinge mit eigenen, defekten Fahrrädern die Radklinik und erwarten von uns eine Reparatur. Diese Räder stammen meistens nicht von uns. Wir Freiwillige müssen also erkennen, was kaputt ist, abschätzen, welche Ersatzteile notwendig sind und diese in den meisten Fällen besorgen. Die Radklinik stellt nur Werkzeug und kostenlose Hilfe zur Verfügung, aber die Kosten für notwendige Ersatzteile (z.B. 10 Euro für einen Fahrradreifen) sollte der Besitzer bezahlen.

Die Schwerpunktverschiebung von der Fahrradbereitstellung auf die Reparatur bereits genutzter Räder hat auch Konsequenzen für die freiwilligen Helfer in der Radklinik: Wir müssen uns daran gewöhnen, einfache Reparaturen wie z. B. Schlauchwechsel nicht selbst vorzunehmen, sondern den Eigentümer dazu anzuleiten, es richtig zu machen, auch wenn das oft länger dauert. Unser Ziel bleibt aber Hilfe zur Selbsthilfe und damit Nachhaltigkeit.

Im Optimalfall ist dann die Reparatur des Rades mit dem Erkenntnisgewinn verknüpft, dass der Radbesitzer für Instandhaltung und Reparatur seines Rads selbst verantwortlich ist – und nicht das Sozialamt oder die Radklinik. In zwei Worten: „Fahrrad verpflichtet!“

Manfred Lauer (Tel.: 0621/667695)

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